Erfahrungsbericht über Sensipur Zink Unterwäsche bei Patienten mit atopischem Ekzem (Neurodermitis) | Universitätsklinikum Tübingen

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Universitätsklinikum Tübingen
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30. November 2016

 

 

Erfahrungsbericht über Sensipur Zink Unterwäsche bei Patienten mit atopischem Ekzem

Seit sechs Monaten wird Patienten mit schwerem superinfiziertem atopischen Ekzem, welche stationär in der Universitäts-Hautklinik Tübingen behandelt werden Sensipur Zink Unterwäsche zur Verfügung gestellt.

 

Patienten mit atopischem Ekzem haben eine Barrierestörung, die sie empfindlicher gegenüber allen Reizen macht, die auf die Haut einwirken können. Dadurch erklären sich der stärkere Wasserverlust, die Austrocknung der Haut und nachfolgend die Ausbildung von stark juckenden Ekzemen, die dann aufgekratzt werden. Eine weitere Folge der Barrierestörung ist, dass fast ausnahmslos alle Patienten eine starke Superinfektion mit Staphylococcus aureus haben. Dies führt zur Verschlechterung des Ekzems und zur Notwendigkeit nicht nur einer äußerlichen Glukokortikosteroidtherapie, sondern auch einer systemischen antibiotischen Behandlung, um eine adäquate Besserung zu erreichen. Daher wäre eine antimikrobielle Wirkung für diese Patienten, z. B. durch bakterizide oder bakteriostatische Wirkstoffe in der Unterwäsche wünschenswert.

 

Aufgrund der nachgewiesenen antibakteriellen Wirkung von Sensipur Zink Unterwäsche gegenüber Staphylococcus aureus und Klebsiella pneumoniae (siehe Gutachten Universitäts-Hautklinik Jena) ist dieses medizinische Produkt extrem gut geeignet – sowohl bei der akuten Therapie und insbesondere auch bei der langjährigen Prophylaxe von Superinfektionen durch Bakterien auf der Haut – für Patienten mit atopischem Ekzem.

 

Unsere Erfahrungen mit Sensipur Zink Unterwäsche sind sehr positiv. Diese Wäsche wird aufgrund des sehr guten Tragekomforts und des leicht kühlenden Effektes auf der Haut von den Patienten außerordentlich gut angenommen. Aufgrund des antibakteriellen Effekts ist von einer schnelleren Abheilung des atopischen Ekzems auszugehen und bei Weiterverwendung der zinkhaltigen Unterwäsche im täglichen Gebrauch ist das Risiko von erneuten Superinfektionen deutlich vermindert.

 

 

 

Prof. Dr. med. Martin Schaller

Stellvertretender Ärztlicher Direktor